Nach den unglaublichen Erlebnissen, die wir im Norden des Landes und der Danakil erleben durften, konnten wir uns kaum vorstellen, in Äthiopien noch viel drauf setzen zu können. Doch schon die Fahrt zu unserem Abenteuer Somaliland und Djibouti hielt Aufregendes bereit.

Nachdem wir – wie in im Extrablog Visumgeschichten berichtet – unsere Formalitäten in der Hauptstadt erledigt hatten, machten wir uns auf direktem Weg in den Osten. Nach sagenhaften 65 Kilometern Autobahn mussten wir uns die wieder durchwachsene Straße mit unzähligen LKWs auf dem Weg nach Djibouti teilen. Unser erster Übernachtungsstopp führte uns in den Awash-Nationalpark, unserem ersten Nationalpark in Afrika! Wenn er auch nichts wirklich Besonderes zu bieten hat, so spürten wir doch das erhebendes Gefühl, angekommen zu sein. Die Campsite hatten wir ganz für uns alleine, neben den Parkrangern und ihren Angehörigen, die ebenfalls im Park leben, schien er menschenleer zu sein. Tiere gab es dann allerdings doch ein paar, Michael wurde nachts von kichernden Hyänen wach, eine wunderschöne Vogelvielfalt lud zur Beobachtung ein und diebische Affen nutzen einen Moment der Unaufmerksamkeit, um unseren Frühstückstisch anzugreifen. Allerdings erreichten sie dabei nur Michaels Kaffeetasse, deren Inhalt sich über Tisch und seine Hose ergoss, schafften es aber während unseres kurzen Spaziergangs immerhin noch den Müll auf dem Landidach zu zerfleddern. Eine Pavianherde zog glücklicherweise vorbei ohne von uns Notiz zu nehmen. Dass das auch anders sein kann, mussten wir einige Zeit später noch erleben... Am schönen Awash-Fluss sonnte sich immerhin ein Krokodil und der beeindruckende Wasserfall war wirklich eine Augenweide.

Michaels Zustand hatte sich leider am Morgen wieder verschlechtert, was dazu führte, dass ich das Steuer übernahm und mich dem äthiopischen Verkehr stellen durfte. Glücklicherweise leerte sich die Straße total, nachdem die LKW nach Nordosten in Richtung Djibouti abgebogen waren. Am Nachmittag erreichten wir unser nächstes Ziel Harar und ließen uns gleich von einem freundlichen "Schlepper" ein Hotel zeigen. Das Zimmer war zwar nicht besonders toll – dafür aber teuer – für den Moment zählte allerdings nur, dass Michael über Bett und Badezimmer verfügen konnte. Der nette Junge erbot sich auch sofort, Medikamente zu besorgen, die Michael garantiert sofort wieder aufrichten würden. Wir ließen uns darauf ein und als wir nach der ersten Einnahme dann auch den Beipackzettel lasen, stellten wir fest, dass es sich um ein Antibiotikum handelte. In Afrika kann man das problemlos um die Ecke kaufen und einnehmen, wie man möchte... Wir hielten es am Ende allerdings für eine sinnvolle Sache und nachdem Michael die Packung aufgebraucht hatte, ging es ihm tatsächlich wieder gut. Für den Abend hatten wir aber noch große Pläne, sodass ihm erst einmal zwei Stunden Erholungsschlaf reichen mussten. Denn – wir wollten zum Hyänenmann! Um die Hyänen in Harar rankt sich eine abenteuerliche Legende. Angeblich sollen die Einwohner schon seit Jahrhunderten eine enge Beziehung zu den Tüpfelhyänen haben und diese seit Generationen füttern, damit sie nicht in die Stadt kommen und jagen. Bis ins 16. Jahrhundert säuberten sie nämlich die Altstadt von Müll und Unrat, zumindest solange bis die Stadtmauer gebaut wurde. Nachdem sie nicht mehr in die Stadt konnten, begannen sie Menschen zu jagen, sodass das Leben mit der Stadtmauer nicht sicherer sondern gefährlicher wurde. Der Emir beschloss, mit dem Hyänenkönig eine Vereinbarung zu treffen. Die Menschen bauten in die Mauer Öffnungen, durch die die großen Tiere weiter in die Stadt gelangen konnten. Einmal im Jahr bekamen sie zudem einen Getreidebrei, wie ihn auch die Menschen verzehrten. Mit zunehmender Anzahl von – auch auf der Straße lebenden Menschen – wurde die Sache mit den Hyänen in der Stadt doch zu heiß, man hielt sie draußen, füttert sie jedoch allabendlich mit Fleischabfällen. Auf diese Weise sind die Tiere sehr zahm geworden und taugen auch für eine kleine Show. Unser freundlicher Helfer für alle Fälle holte uns mit Einbruch der Dunkelheit ab und brachte uns zu einem Feld außerhalb der Stadt. Wir waren mit unserem Bajajs (der äthiopischen Tuk-Tuks) die ersten am Platze und kamen so in den Genuss, den ersten Tieren schon einmal kleine Appetitanreger am Stöckchen servieren zu dürfen. Als es stockfinster war ging es los! Mit Rufen wurden die ca. 15 Tiere angelockt und wir von unserem netten Fahrer gleich mal dazu verdonnert, Teil der Show zu werden. Wirklich beeindruckend, wenn so ein riesiges Tier direkt neben einem das Maul aufsperrt und mit einem Gebiss, mit dem es Oberschenkelknochen durchbeißen kann, das gereichte Fleisch vom Stöckchen schnappt. Man glaubt auch gar nicht, wie schwer so ein Vieh ist, wenn es auf einem drauf steht und sein Häppchen verschlingt, gruselig beleuchtet allein vom Licht der Bajajs. Alles in allem eine wirklich beeindruckende Sache, die die Hyänenmänner in der dritten Generation Abend für Abend präsentieren – denn auch wenn kein Zuschauer kommt, müssen die Tiere gefüttert werden, damit sie nicht beginnen zu jagen.

Durch die Fahrt mit dem Bajaj konnten wir auf halsbrecherischer Fahrt einen Einblick in die viertheiligste Stadt des Islam bekommen. Hier befinden sich zum einen verschiedene Heiligengräber, zum anderen war Harar eine der ersten islamischen Siedlungen außerhalb Arabiens. Die Altstadt mit ihren geweißelten Häusern ist Weltkulturerbe und bietet ein wirklich schönes Bild, allerdings leben furchtbar viele Menschen in schrecklicher Armut auf der Straße. Hier hätten wir keinen Abendspaziergang machen wollen.

Am nächsten Tag war Michael zum Glück so weit wieder hergestellt, dass wir weiterfahren konnten. Die Gegend veränderte sich zunehmend, wir fuhren duch eine wirklich bizarre Landschaft mit von der Natur skurril aufgetürmten runden Felskugeln. Die Wohnstätten der Menschen wirkten an die Natur angepasst und wiesen eine ähnliche runde Form auf, allerdings mit Wellblech geformt und Stoffen, Säcken und Fellen überspannt. Am Rande der Straße erblickten wir kleine Siedlungen, aber auch ein riesiges slumgleiches Dorf. In der letzten Stadt vor der Grenze, Jijiga, fuhr uns unglücklicherweise ein Motorrad hinten auf, als wir verkehrsbedingt bremsen mussten. Der Fahrer und sein Sozius stürzten und sofort lief eine große Menschenmenge zusammen. Glücklicherweise rappelten sich die beiden aber sofort wieder auf, starteten ihre Maschine und fuhren weiter. So konnten wir das auch tun, zumal der Schaden am Landi nur gering war.

In den nun durchquerten Regionalstaaten Oromia und Somali fiel uns auf, wieviel Müll herum lag, was wir in Äthiopien sonst lediglich vom Afar-Gebiet kannten. Die Menschen waren im Gegensatz zu diesen jedoch hochgewachsen, aber ebenso schlank, sie erinnerten mich an Massai. Kurz später war die Grenze zu Somaliland erreicht.

Nach unseren nicht immer erfreulichen Erlebnissen in Somaliland und Djibouti (siehe Blog "Somaliland" und "Djibouti"), freuten wir uns, wieder nach Äthiopien zurückzukehren. Wir erreichten im Afargebiet wieder die Grenze. Die Straße wurde zwar erheblich besser, allerdings verführte das leider noch mehr LKW-Fahrer zum Rasen, sodass die Zahl der Wracks nicht abnahm, die Zeugen schrecklicher Unfälle waren. Da uns die Afar trotz der Danakil fremd geblieben und nicht wirklich sympathisch geworden waren, waren wir nicht so sehr begeistert, in diesem Gebiet übernachten zu müssen. Das ließ sich aber nicht vermeiden. Wir suchten in der einbrechenden Dunkelheit einen möglichst unauffälligen Platz und fanden ihn schließlich direkt am Eingang einer Unterführung. Über uns polterten die LKW vorbei, sodass ich die ganze Nacht die Vision hatte, dass uns nicht der Himmel sondern ein LKW auf den Kopf stürzen könnte. Neben der Vielzahl von Lastern bevölkerten unserern weiteren Weg auch zahlreiche Vögel, Perlhühner, Dikdiks und über 100 Tiere große Herden mit Mantelpavianen. Am Checkpoint beim Somaliland-Abzweig wurde lediglich unser Nummernschild notiert, sodass es zügig weiter gehen konnte. Nach einer kilometertechnischen Brachialtour nahmen wir die N6 bei Mojo in Richtung Süden, entlang am ostafrikanischen Grabenbruch, dem Rift-Valley. Die Straße wurde gesäumt von riesigen blühenden Feldern, unzähligen Gewächshäusern für Rosen, den Seen des Rift-Valley, die wie Perlen aufgereiht neben der Straße liegen und ordentlich gekleideten Menschen. Wir waren angenehm überrascht, als bei einer Rast Kinder neben uns spielten ohne zu betteln. Das haben wir nur in diesem Gebiet so erlebt. Die Nacht verbrachten wir in der Kakaro Lodge, wo wir direkt am See unter wunderschönen Bäumen campen konnten. Das Wasser war zwar durch ausgewaschene Sedimente bräunlich, jedoch dennoch zum Baden geeignet, weil alkalisch und damit nicht mit Billharziose verseucht. Ab und an zu tut eine Nacht in einem abgegrenztem Gelände mit patroullierendem Wachmann der Seele gut. Erholt erreichten wir am nächsten Tag Shashamane, der Hauptstadt der Rastafari, die in Kaiser Haile Selassie den schwarzen Messias gesehen hatten. Leider sahen wir jedoch keine bekifften Dreadlocks, die den disziplinierten Kaiser sicherlich entsetzt hätten, suchten allerdings auch nicht wirklich danach. Auf der Strecke fiel uns auf, dass unser Internet nicht mehr funktionierte. Nach der Recherche in einem Handyshop erfuhren wir dann auch den Grund. Durch den Ausnahmezustand war das Netz durch die Regierung in der Unruheprovinz Oromia gesperrt. Viel Polizei und auch Militär war unterwegs, sonst merkten wir allerdings nichts von den Problemen. Die Zahl der Leute, die auf der Straße mit hoch beladenen Eselskarren unterwegs waren, nahm erheblich zu. Alle waren unterwegs zum Markt. Die Menschen machten wieder einen ärmeren und auch raueren Eindruck, es wurde wieder gebettelt und wir mussten häufig mit ansehen, wie die zwar ab und an störrischen, aber dennoch armen Esel brutal geschlagen wurden. Auch die nächste Nacht verbrachten wir als Camper in einer Lodge. Die Swaynes-Lodge ist in Arba Minch mittig zwischen Abaya- und Chamosee gelegen. Direkt an der Abbruchkante blickt man auf die sogenannte Gottes-Brücke, eine Hügelkette zwischen den beiden Seen. Da die Lodge direkt am Nechisar-Nationalpark gelegen ist, mussten wir hier feststellen, dass Paviane ganz schön große, ganz schön aggressive und ganz schön schlaue Tiere sind! Als Michael gerade duschen war, kam ein riesiges Männchen über die Mauer direkt auf mich zu. Für einen kurzen Moment freute ich mich noch über den tierischen Besucher, doch schnell merkte ich, dass er nicht in friedvoller Absicht gekommen war. Unglücklicherweise hatte Michael noch kurz vor dem Duschen unsere Bananen auf den Tisch gelegt, die nun das Ziel des Angriffs waren. Der Affe hielt direkt darauf zu, sprang mich fast an und riss den Stuhl um. Leider war ich bis auf die Bananen unbewaffnet, so dass ich sie als Wurfgeschoss verwendete, um das große Tier abzuhalten. Zugegeben wenig zielführend (für mich, der Pavian hatte sein Ziel ja erreicht...). Kurz darauf kam Michael zurück und jagte den Kerl noch ein wenig, der gefolgt von seiner Familie seiner Wege zog. Am kommenden Morgen hatte dann Michael ein ähliches Erlebnis. Auch hier achteten die Tiere darauf, dass einer von uns allein am Platz war. Diesmal wurde das Jungmännchen vorgeschickt, unseren Korb zu räubern. Doch Mchael hatte vorgesorgt und sich mit einem schweren Stock bewaffnet. Kaum hatte er den Jungen in die Flucht geschlagen kam der Alte und wurde ebenfalls heldenhaft vertrieben. Meine Lebensmittel räumte ich daraufhin im Schutze der Hecktüre ein, als sich tatsächlich schon wieder ein Pavian auf die Lauer legte. Dieser von jedoch glücklicherweise von einem Hund vertrieben.

Jetzt waren wir schon weit in den Süden vorgedrungen und freuten uns auf Erlebnisse bei und mit den Naturvölkern. Unser erster Abstecher galt dem Volk der Konso, die um die Stadt Konso in kleinen Dörfern leben. Besondere Berühmtheit haben sie mit ihrem Terrassenfeldbau erlangt, den sie seit Jahrhunderten perfektioniert haben. Auf diese Weise wird das Wegschwemmen fruchtbarer Erde bei starken Regenfällen verhindert. Mit einem Führer vom Tourist-Office machten wir uns auf den Weg, ein Dorf zu besuchen. Zunächst zeigte er uns ein Ensemble von aufragenden Türmen und Säulen, die durch Erosion entstanden sind. Der Name dieses Naturschauspiels entwickelte sich aus der Anpflanzung von Eukalyptusbäumen, die "new work" brachten. Daraus wurde dann "New York". Als nächstes fuhren wir gemeinsam in ein Dorf der Konso. In jedem Dorf wohnen neun Clans oder Familien. Um Inzucht zu vermeiden, dürfen die Konso nur in eine andere Familie einheiraten, das Mädchen wechselt dann in die des Mannes. Außerdem haben sie einen ganz interessanten Glauben an das Weiterleben der Seele. Stirbt ein Chief, ein Clanführer, wird sein Leichnam 9 Jahre, 9 Monate und 9 Tage auf die Beerdigung vorbereitet. Der Tote wird in Hockstellung mumifiziert und bis zu seiner Beerdigung gibt es keinen neuen Chief. Seine Aufgaben wie Rechtssprechung und Streitschlichtung übernehmen inzwischen die Dorfältetsten. Nach der Beerdigung im Dorf oder auf dem Feld, geht die Macht – und die Kaft des Verstorbenen – direkt an seinen Sohn weiter. Die Gräber werden mit Grabstelen geschmückt, die die Heldentaten des Verstorbenen zeigen, zum Beispiel das Erlegen wilder Tiere oder das Töten eines Feindes. In den Dörfern hat jeder Clan einen Platz an dem gerichtet wird mit einem Generationenbaum in der Mitte. Die Jungen übernachten mit zwölf Jahren nicht mehr Zuhause sondern mit den anderen Jungmännern in einem Gemeinschaftshaus, um von dort das mit hohen Mauern versehene Dorf zu bewachen. Erst nach ihrer Hochzeit verlassen sie das Gemeinschaftshaus wieder und ziehen in ein eigenes. Neben der Landwirtschaft spinnen die Frauen der Konso Baumwolle zu Fäden, die von den Mänenrn dann zu Stoffen verwoben werden.

Nach diesen interessanten Ausführungen freuten wir uns schon auf die Naturvölker, die am unteren Omo-River leben. 16 verschiedene ethnische Gruppen gibt es in der Omo Region, die sich zum Teil erheblich unterscheiden. In Jinka angekommen fand uns glücklicherweise Mamo – nachdem wir die Tourist-Information erst einmal nicht fanden. Er zeigte uns das schöne Eyob-Hotel, auf dessen Parkplatz wir schön stehen konnten. Wie bei den Konso ist es unabdingbar, einen Guide dabei zu haben, wenn man die Dörfer besuchen möchte. Bei den Naturvölkern herrschen raue Sitten, sie dürfen – außerhalb der Stadt – Waffen tragen und nutzen, da sie im Dschungel leben. Die Kalaschnikows werden an der Grenze zu Süd-Sudan oder am Turkanasee zu Kenia gegen Rinder getauscht. Für eine Kuh bekommt man eine Kalaschnikow. Manche Gruppen wie die Mursi sind heute noch kriegeriesch und töten ihre Feinde. Andere erlegen Großtiere im Nationalpark, um ihre Tapferkeit unter Beweis zu stellen. Mamo berichtete uns von unglaublichen Bräuchen. Die Karo, Hamer und Benna töten beispielsweise uneheliche Kinder der Mädchen des Dorfes, indem sie die sogenannten "Mingi-Babys" an ihrem heiligen Fluss Omo aussetzen und damit den Krokodilen zum Fraß überlassen oder dem Verhungern preisgeben. Damit soll Unheil von dem eigenen Volk abgewendet werden. Diesen furchtbaren Brauch gibt es tatsächlich bis heute, auch wenn es glücklicherweise inzwischen die "Omo-Child"-Organisation gibt, die versucht diese Kinder einzusammeln und ihnen eine neue Heimat zu geben. Genau diese Völker haben wir besucht!

Mamo ist Botaniker und Vogelexperte, entstammt selbst dem Volk der Ari und spricht 8 Dialekte der ethnischen Gruppen – was ihn natürlich zu einem ausgezeichneten Begleiter werden ließ. Außerdem kennt er Gott und die Welt und hat überall Freunde. Bei der Planung unserer Tour kamen wir auf unsere "must" zu sprechen. Das waren natürlich die Mursi, die sogenannten Tellerlippenfrauen, die im bzw. hinter dem Mago-Nationalpark leben. Gerne hätten wir bei diesem Volk übernachtet, was allerdings derzeit zu gefährlich gewesen wäre, da es seit acht Monaten in einem bewaffneten Konflikt mit der Regierung steht, die auch die Mädchen – und überhaupt die Kinder – zur Schule schicken möchte. Die Unruhen griffen auch auf den Nationalpark über und im Zuge dessen kam im November ein unbeteiligter tschechischer Tourist bei einem Feuergefecht ums Leben. Hier wollten wir es also bei einem Tagesausflug bewenden lassen, aber Mamo hatte Alternativen für uns parat! Die Übernachtung bei einer Familie der Benna. Außerdem hatten wir das große Glück, dass es in der Nähe von Turmi, einem gut 100 Kilometer entfernten Städtchen, den Inititationsritus "Bulljumping" geben sollte. Hier starteten wir unsere Tour. Mamo legt großen Wert darauf, dass der Besucher nicht nur kommt, Fotos schießt und wieder geht, sondern wirklich die Möglichkeit hat, mit den Menschen in Kontakt zu kommen. So waren wir die ersten Ausländer vor Ort und hatten die Möglichkeit, erst einmal den Chiefs des Dorfes die Hand zu schütteln. Die waren unter einem schattigen Baum versammelt und freuten sich sichtlich über unsere Ankunft. Natürlich hängt das auch damit zu sammen, dass die Community Geld von den Touristen bekommt. Die Heroes unter den Chiefs trugen Federn am Kopf als Zeichen, ein gefärliches Tier erlegt zu haben. Wer besonders ehrenwert ist, ist am ganzen Körper mit einer schwer zu bekommenden weißen Farbe bemalt. Die Kinder belagerten erst einmal das fremde Auto und kontrollierten, was sich unter Michaels T-Shirt befand. Ein weißer Bauch mit Behaarung – so etwas hatten sie noch nicht gesehen. Die jungen Frauen und Männer benutzten den Landi erst einmal als Spiegel – junge Leute sind überall ein wenig eitel. So langsam ging das Spektakel los. Zahlreiche junge Frauen aus der Familie des Bullspringers trugen Bandagen mit Glocken an den Beinen, mit denen sie einen Heidenlärm machten. Ihre Haare waren in kurzen dünnen Zöpfchen geflochten, eingerieben mit einer Mischung aus Butter und ockerfarbiger Erde. Lederröcke und -fetzen waren mit Perlen verziert und die Arme mit metallenen Armreifen geschmückt. So stampften sie den Wadi auf und ab, immer wieder Ausschau haltend nach den Masters, den jungen Männern, die den Bullensprung bereits hinter sich haben. Das Ganze dauerte an die zwei Stunden, wir setzten uns gemütlich nieder und beobachteten das Geschehen. Plötzlich stupste mich ein junger Mann mit seinem Stock an und deutete auf seinen Fuß. Oita hatte sich vor zwei Wochen an einem Holzstück schwer verletzt. Die Wunde war entzündet, Fuß und Bein dick angeschwollen. Nun kann man bei dunkelhäutigen Menschen die Anzeichen einer Blutvergiftung nur schwer erkennen, doch es war schnell klar, dass der Junge dringend ärztliche Hilfe brauchte. Außer einem neuen Verband konnten wir nichts für ihn tun, doch wir hatten große Angst um sein Bein oder gar sein Leben. Mamo übersetzte uns, dass dem jungen Mann das Geld für das Krankenhaus fehle. In Äthiopien ist eine Behandlung sehr teuer und keine Versicherung übernimmt die Kosten. Wir beschlossen, dem Jungen die Behandlung zu bezahlen, das Geld aber nach der Zeremonie seinem Vater auszuhändigen.

Endlich tat sich etwas bei den marschierenden Mädchen. Späher hatten die Master ausgemacht, die sogenannten Weaper (Peitscher), die sich im Busch versteckt hatten. Nach mehreren Fehlalarmen kamen sie tatsächlich, die Arme voller flexibler Zweige. Die Frauen umtanzten und provozierten die Männer so lange, bis diese zuschlugen. Wenn wir zuvor noch gedacht hatten, dass es hier um symbolische Schläge ginge, wurden wir schnell eines besseren belehrt. Die Weaper zogen voll durch, die Peitschen knallten. Die Mädchen sammelten die weggeworfenen Zweige wieder auf, stritten sich zum Teil handgreiflich darum und tänzelten wieder vor den Weapern herum. So ging es immer weiter, die Mädchen sangen, provozierten und ließen sich peitschen, um damit ihre Liebe zum Bruder oder Cousin – dem Bulljumper – zu demonstrieren. Viele Mädchen hatten schon narbige Rücken von älteren Verletzungen, jetzt brachen die Narben auf und neue Wunden kamen dazu. Das Blut floss über die Rücken und mit keiner Regung ließen die Mädchen sich Schmerz anmerken. Es war ein unfassbares Spektakel, bei dem uns nur beim Zusehen der Rücken schmerzte. Bestimmt eine Stunde ging das so weiter bis die Jungs zunächst genug hatten und begannen, sich mit einer aus zermahlenen Steinen und Wasser vermischten Farbe kunstvoll zu bemalen. Schließlich verlagerte sich die ganze Prozession ins Dorf. Hier wurde erst einmal getrunken, Kaffee oder das selbst gebraute Getreidebier Tella. Wir Gäste setzten uns an den Rand, schauten zu und kommunizierten mit Händen und Füßen mit den Kindern. Auch hier auf dem Dorfplatz gab es einige Unersättliche, die sich weiter peitschen ließen, obwohl schon der ganze Rücken nur mehr einer blutigen Masse glich. Die ganze Zeit über war die Hauptperson des Tages, der Bullenspringer, noch wenig in Erscheinung getreten. Nun kam jedoch seine große Stunde. Erst wurde er von den Männern gesegnet, die ihn umkreisten und den Segen spendeten. Alle anderen wurden leise in dieser wichtigen Phase. Der große Moment war da! Die Gesellschaft stieg auf eine kleine Passshöhe, hier sollte der Sprung statt finden. Die Bullen wurden den Hang hinauf getrieben. Lange dauerte es, bis es gelang, die Tiere in eine Reihe zu stellen. Viele Männer halfen dabei mit, zogen am Schwanz oder zogen am Maul, bis die richtige Position eingenommen war. Die Mädchen tanzten und lärmten wieder. Der Bullenspringer stand splitternackt zwischen den Rindern, streichelte sie, konzentrierte sich. Nun ging es los. Der Junge nahm Anlauf, sprang auf den ersten Bullen und überquerte Rücken für Rücken. Als es beim letzen Bullen wieder abwärts ging, war es geschafft! Doch er war noch nicht zufrieden. Wieder und wieder sprang er los, überquerte die Rücken der Tiere. Schließlich riss ihn ein Angehöriger zur Seite, stoppte ihn. Der Junge war zum Mann geworden, hatte seinen Mut, seine Kraft, seine Männlichkeit bewiesen.

Wir waren fasziniert aber auch schockierte von diesem Erlebnis, konnten es kaum glauben, dass es solch ein archaisches Ritual heute noch gibt. Ein Ritual, das nicht für irgendwelche Touristen aufgeführt wird, sondern das das Volk lebt. Das merkte man auch daran, dass nicht alle Teilnehmer einverstanden mit Besuchern waren, auch nicht fotografiert werden wollten. Eine alte Frau schlug Michael fast mit dem Stock, obwohl er sie gar nicht ins Bild genommen hatte. Wir versuchten uns natürlich möglichst zurückhaltend zu geben, wollten in keinem Fall die Zeremonie stören. Im Anschluss an das Geschehen, begleitete uns der verletzte junge Mann zurück. Plötzlich nahm er meine Hand und so liefen wir bis zum Auto. Als das Geld übergeben war, standen ihm und seiner Mutter Tränen der Dankbarkeit in den Augen, sie segnete uns, was uns sehr berührte. Wir hoffen sehr, dass dem jungen Mann in der Klinik geholfen werden kann und das Geld für die Behandlung ausreicht. In der Dunkelheit fuhren wir zurück in das Städtchen, fanden einen Schlafplatz bei der Mango-Lodge und verarbeiteten erst einmal unsere Eindrücke.

Doch am nächsten Tag sollte es bereits weiter gehen. Michael hatte auf dem Campingplatz kurz mit einem Polen gesprochen, der erzählte, dass sie nach Omorate führen. Wir verbanden Omorate lediglich mit einer staubigen Grenzstadt, fragten Mamo, was man da denn anschauen könne. Er erzählte von den Kara, die man jedoch in einem anderen Dorf viel authentischer und schöner erleben könne. Wir hatten genügend Zeit – das wollten wir sehen. Also änderten wir unsere Richtung und nahmen Kurs auf daseine Stunde entfernte Dorf. Die Kara empfingen uns kunstvoll bemalt am Dorfeingang. Bei ihnen handelt es sich um ein kleines Volk, das ebenfalls den Bullensprung durchführt und ungewollte Babys tötet. Im Gegensatz zu den anderen Ethnien leben die Kara vom Fischfang. Der Omo ist für sie der heilige Fluss, von und in dem sie leben, Krokodilen und Nilpferden zum Trotz. Das schlammige braune Flusswasser wird zum Waschen und Kochen verwendet und auch unabgekocht getrunken. Mir hat es fast den Magen umgedreht, als ein vielleicht halbjähriger Säugling im Fläschchen braunes Omo-Wasser zu trinken bekam. Im Omo wird gebadet, in ihm werden die Sünden abgewaschen, Krankheiten fortgespült. Ein Junge legte sich auf den Boden und trank wie ein Tier das Wasser direkt aus dem Fluss ohne Zuhilfenahme eines Gefäßes oder seiner Hände. Hier konnte man einmal mehr erkennen, wie unnütz viele Unterstützungsversuche der Entwicklungshilfe sind. Mamo regte sich furchtbar über die verschwendeten Gelder auf, welche die UN für eine Wasserversorgung ausgegeben hat, die keiner nutzt. Alle laufen zum Fluss und trinken dort – wie seit Hunderten von Jahren. Die Regierung hat Schulen gebaut – doch die Klassenzimmer sind so leer wie die Wasserbehälter. Die Menschen lehnen diese Dinge ab und alles zerfällt ungenutzt. Generell zeichnete Mamo ein vernichtendes Bild von der Arbeit der Regierung. Für ihn steht die Revolution unabdingbar vor der Tür: "The people need change!" Wir fragten ihn auch nach dem "Millenium Dam" am blauen Nil (wegen dieses Damms befürchtet Ägypten eine große Wasserknappheit). Mamo meinte, dass dieser Damm ein nationales Projekt sei, hinter dem jeder Äthiopier steht und das auch von der Bevölkerung über persönliche Anleihen finanziert werde. Niemals werde Äthiopien sich den Bau des Dammes und die Nutzung des Wassers und der Energie verbieten lassen. Bei diesen Worten beschlich uns ein ungutes Gefühl, da wir in Ägypten doch ganz ähnliche Töne gehört hatten.

Nach den interessanten Einblicken in die Lebensweise der Kara fuhren wir in das Gebiet der Benna. Hier wollten wir bei einer mit Mamo befreundeten Familie die Nacht verbringen. Als wir ankamen wurden wir freundlich begrüßt. Der Vater war der Chief des 180 Familien zählenden Dorfes, 52 Jahre alt und ein Hero, nachdem er vor vielen Jahren einen Löwen getötet hatte. Am Lagerfeuer erzählte er uns seine Geschichte: Um seine Frau heiraten zu dürfen, musste er einen Löwen erlegen und das Tier der Familie seiner Angebeteten bringen. Er hatte nur eine Woche Zeit, um die 150 Kilometer lange Strecke zum Mago-Nationalpark zurückzulegen (nur dort gab es damals noch Löwen), den Löwen zu finden, zu erlegen und nach Hause zu bringen. Er schlief Tag und Nacht auf einem Baum und legte sich dort auf die Lauer. Dabei fiel er eines Nachts vom Baum und brach sich ein Bein. Mit Ästen schiente er es. Endlich tauchten vier majestätische Tiere auf, und er erlegte tatsächlich mit Pfeil und Bogen einen großen männlichen Löwen und brachte den Kopf und das Fell des Tieres nach nur acht Tagen der Familie seiner Braut. Na ja ob alles genau so stimmt, wissen wir natürlich nicht, aber als Zeichen der Ehre durften wir auf dem gegerbten Löwenfell sitzen. Serviert bekamen wir Kaffee, der traditionell bei den Omo-Völkern aus der Kaffeeschale zubereitet und in einer Kalebasse serviert wird. Eigentlich schmeckt er nach gar nichts. Die Famlilie hat bereits sieben Kinder und erwartete gerade Nummer acht. Der Chief machte sich mit uns auf einen Spaziergang durch das Dorf, bei dem wir über Stock und Stein klettern mussten, um die verschiedenen Absperrungen der einzelnen Gehöfte zu überwinden. Zwischendurch besuchten wir die ein oder andere Familie, bekamen Tella, das selbstgebraute Getreidebier ebenfalls in einer Kürbiskalebasse serviert (sehr gewöhnungsbedürftig und Michael spürte nur beim Anblick seinen Magen wieder), sahen den Menschen beim Getreidemahlen mit dem Reibstein und Sorghum-Zupfen zu. Sehr herzlich wurden wir empfangen und alle posierten gerne für ein Foto und freuten sich unglaublich, es im Anschluss im Display ansehen zu können. Der Chief sah oft sorgenvoll zu seinen Rindern und Mamo berichtete uns von der großen Dürre. Monatelang hatte es nicht geregnet. Einige Tiere in der Community waren schon verdurstet. Zurück in "unserer" Familie beschlossen wir, für alle 13 Anwesende das Abendessen zu kochen – ein riesiger Topf Spaghetti Al Arabiata. Wir waren zunächst etwas unsicher, ob wir ihren Geschmack getroffen haben, doch alle langten kräftig zu und Mutter Jinka behielt gerne die Reste der Soße. Im Anschluss saßen wir noch gemeinsam draußen, eine merkwürdige Stimmung lag in der Luft. Am Himmel bildeten sich drohende Wolken. Plötzlich ergriff der Chief das Wort und Mamo übersetzte, dass wir ganz besonder geehrte Gäste seien – wir hätten den Regen nach der langen Dürre gebracht! Eine Gänsehaut lief mir den Rücken hinunter, mir traten Tränen in die Augen und nie habe ich so gehofft wie an diesem Abend, dass es tatsächlich regnet. Als dann wirklich die ersten Tropfen vom Himmel fielen, konnten wir es kaum glauben. Leider hörte der Regen allerdings recht schnell wieder auf...

Nun war es Zeit nach innen zu gehen, in die kleine Rundhütte, in der die Familie lebt. Wunderschön sah sie aus, von innen mit Lehm verputzt, am Dach, das mit hölzernen Ästen gebaut und von außen mit Stroh gedeckt war, hingen Maiskolben und alle möglichen Gefäße wie Kalebassen und derlei mehr. Als Überraschung hatte Jinka für uns beim Gemeinschaftshaus große Kuhhäute besorgt, mit denen sie den Boden ausgelegt hatte. Im Lichte einer Taschenlampe zeigten wir der Familie unser kleines Büchlein mit Bildern von Zuhause. Ein recht pfiffiger Sohn, der sogar ein paar Brocken englisch sprach, übersetzte – alle waren begeistert und interessiert. Danach – draußen war es inzwischen stockdunkel geworden – legten wir uns auf die Häute nieder, um zu schlafen. Kaum war es dunkel, hörte man eine Ratte im Dachbebälk knabbern, im Lichte der Lampe konnte man sogar ihren Schwanz hin un her huschen sehen. So hängten Moma und Jinka noch schnell die Maiskolben ab, so dass die Ratte mangels Futter Ruhe geben musste. Die Nacht war finster und ein wenig unheimlich, Tiere strichen um die Hütte, die Geräusche waren fremd. Früh am nächsten Morgen entzündete Jinka das Feuer an der Kochstelle. Das Bild der dunkelhäutigen Frau, lediglich mit einem Lederrock bekleidet im zuckenden Lichtschein der Flammen hatte etwas Mystisches. Der Abschied von der Familie war sehr persönlich, die Familie war uns schon ein bisschen ans Herz gewachsen .

Leider ging es Mamo sehr schlecht, er hatte schon länger Bauchschmerzen und befürchtete, sich eine Malaria eingefangen zu haben. So fuhren wir auf schnellstem Wege nach Jinka zurück, damit er zu einem Arzt gehen konnte. Uns übergab er an seinen Bruder, der ebenfalls Reiseleiter, mit uns den Ausflug zu den Mursis unternehmen sollte. Die Fahrt dorthin verlief über eine schreckliche Piste. Als wir endlich – gut durchgeschüttelt – angekommen waren, waren die Bilder der Frauen, die im Alter von 15 Jahren beginnen, ihre Haut unter der Unterlippe zu durchstoßen, um die verheilte Wunde dann immer mehr zu dehnen, wie erwartet schaurig. Bis zu einem Durchmesser von 12 cm sind die Teller irgendwann groß. Damit sie Platz finden, werden die unteren Schneidezähne ausgebrochen. Wenn die Frauen ihre Lippen nicht zerstören möchten, dehnen sie die Ohrläppchen entsprechend. Begonnen hat dieser Brauch wohl in der Zeit des Sklavenhandels, als die Männer versuchten, ihre Frauen hässlich und damit für die Sklavenhändler unattraktiv zu machen. Heute gilt der Teller jedoch als Schönheitsideal bei dem kriegerischen Volk. Trotz aller Eindrücke hatte der Besuch bei den Mursi etwas Entwürdigendes, denn man merkte,dass die Frauen ihre Teller lediglich für die Touristen einsetzen und anschließend gleich wieder herausnehmen. Jedes Foto kostete 5 Birr, die erste wollte direkt 10 und provozierte damit Streit mit Mamos Bruder. Wir waren ganz froh, dass wir nur ein Dorf besuchten und bald wieder zurück fuhren.

Am Nachmittag fuhren wir mit dem immer noch kranken Mamo – der aber zumindest wohl nicht an Malaria, dafür aber möglicherweise an einer Nierensache leidet – noch zu einen traditionellen Markt in der Nähe. Die drei Tage mit dieser fremden Kultur waren für uns unglaublich beeindruckend.

Damit geht unsere Reise durch Äthiopien zu Ende. Fast einen Monat waren wir in diesem Land, so lange wie in keinem anderen. Jeder Tag brachte neue, oftmals fremde aber zum Teil unvorstellbar fantastische Eindrücke. Mitunter erlebten wir eine Zeitreise, die wir nicht erwartet hätten. Auch die Menschen sind uns zunehmend ans Herz gewachsen. Insbesondere dort, wo noch nicht zu viel Touristen unterwegs sind. Jedenfalls ist man nie alleine in diesem Land. Sobald man mit dem Auto irgendwo stehen bleibt, wachsen Äthiopier aus dem Boden. Und leider sind sie nicht immer so freundlich und schon gar nicht zurückhaltend. Das ewige Birr, Birr und Give me money sind anstrengend, aber die Sehenswürdigkeiten und die positiven Begegnungen wiegen diese unangenehmen Begleiterscheinungen mehr als auf. Jetzt freuen wir uns auf Kenia und hoffen, dass wir den Weg über die grüne Grenze gut finden.

16 Äthiopien Teil 2 - 7. bis 14. Februar 2017
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