Zu schön ist die Bergwelt entlang des Coru Nehri, um nicht wenigstens ein paar Worte und vor allem Bilder verdient zu haben. Der Fluss ist gesäumt von Pappeln, Weiden und kleinen Dörfchen. Wir nahmen zunächst die Strecke in die alte Festungsstadt Bayburt und bestiegen die Burg, um den schönen Blick ins Tal zu bewundern. Anschließend ging es weiter Richtung Ispir und Yusufeli, vorbei an einem gigantischen Staudammprojekt, das sich dann wieder mit wild romantischer Landschaft abwechselte. Fast menschenleer zog sich die Straße auf +/- 1500 m dahin. Gefährlich – denn die Annahme, allein zu sein, führte fast zu einem Frontalzusammenstoß auf der engen Fahrbahn, der lediglich durch eine Vollbremsung beider Fahrzeuge und dem Steuerrumreißen von Michael verhindert wurde… Noch einmal Glück gehabt! Die Nacht verbrachten wir am bislang schönsten Platz der Reise direkt am Flussufer am Rande einer Streuobstwiese.

Als Fazit der Türkei bleibt für uns die Schönheit der Schwarzmeerküste und die traumhafte Bergwelt Ostanatoliens, freundliche Menschen, z.T. jedoch angespannt, was nach dem erneuten Autobombenanschlag im Südosten der Türkei nur zu verständlich ist. Wir waren in jedem Fall froh, unsere Route geändert zu haben. Erwähnenswert sind auch die gigantischen Bauprojekte, die sich durch das riesige Land ziehen. Neben manchen vierspurig ausgebauten Straßen im Osten, auf denen kaum ein Auto fährt, ist die Türkei für uns der neue Weltmeister im Tunnelbau. Zudem werden ganze Hochhaussiedlungen hochgezogen – aber für wen? Fertig gebaut stehen sie leer an den Ortseingängen. Uns kommt das vor wie eine riesige Baublase, die irgendwann zerplatzen muss – wir sind gespannt, wie und in welche Richtung sich das eigentlich so reizvolle Land weiterentwickelt.

2 Nachklapp Türkei
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